Kleine Kräuterkunde - (wilder) Basilikum

Kleine Kräuterkunde - (wilder) Basilikum

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Ocimum basilicum

Mythologie / Altertum / Antike / Mittelalter

Bereits vor Christus war die "Tulsi" Königskraut Pflanze in Indien bekannt. Tulis sei ein e Inkarnation des Gottes Vishnu dem Welterhalter. Angeblich hat Alexander der Große zur Verbreitung der Pflanze im Mittelmeerraum beigetragen. Die Ägypter verwendeten sie auch als Grabbeigabe zum Schutz vor bösen Geistern. Vor Christus haben u.a. bereits der griechische Arzt Hippokrates, nach Christus der römische Arzt Pedanios Dioskurides in seiner "materia medica" Basilikum als Heilpflanze benannt. 

Plinius Secundus der Ältere ist der erste, der dem Basilikum wenig Gutes nachgesagt: schädlich sei es für Magen, Darm und Augen.. Wenn Bisse des Skorpions tödlich ausgingen auch dafür verantwortlich. In seiner „Naturalis historiae“, dem frühesten Standardwerk auf dem Gebiet der Naturheilkunde, korrigiert Plinius sich jedoch und schreibt, Basilikum zusammen mit Essig könne Insektenstiche heilen. 
Anzunehmen ist, dass die schlechten Eigenschaften, die dem Basilikum bis ins Mittelalter nachgesagt wurden auf Übersetzungsfehlern basieren. Zwischen der römischen und griechischen Sprache. Aus dem Planzennamen „basilicum“ wurde „basiliscus“ die Bezeichnung für das Fabelwesen „Basilisk“. Der Basilisk, auch bezeichnet als „König der Schlangen“, ist eine mythologische Figur, die für Tod, Sünde und Teufel steht. Im Mittelalter wurde Basiliskengift, gemeint war Saft und Duft des Basilikum, gar für die rasante Verbreitung der Syphilis verantwortlich gemacht. 

Jahrhunderte lang war man sich nicht einig. Dann kam die Hildegard...
Sie sah im Basilikum nur Gutes genauso wie Herr Kneipp. Wie sie allerdings auf die hilfreiche Wirkung bei Sprachstörungen kommt?

Heutzutage...Wohlschmeckendes Küchenkraut

Wo zu kaufen? Supermarkt, Gärtnerei, Garten- Center, Selbst anpflanzen - wer möchte

Arten Vielfalt?  der herkömmliche Basilikum ist Spitzenreiter. 

Aussehen? Glatte glänzende Blätter. Satt Grün. Die wilde Art hat etwas dickere violett grüne Blätter. 

Verwendung? als Tee oder Gewürz für Salate, Rohkost, Desserts; in der ausländischen Küchen aus pikantes Gewürz;

Gesundheits-Faktor?  Die heilende Wirkung ist vor allem im mediterranen Raum bei Insektenstichen, Rachen-Entzündungen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl und seltener als entwässerndes, muttermilchförderndes Mittel bekannt. Das ätherische Öl besitzt entwurmende und entzündungshemmende Eigenschaften und hemmt die Bildung von Magengeschwüren.

Gesundheits-Info? In geringen Mengen gut verträglich.

Essbare Blütenpracht

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Kleine Kräuterkunde - Surinam Spinat

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