Meine Wohlfühl Blutzuckerwerte sind zwischen 80 und 140 mg/dl. Nach dem Essen sind Werte zwischen 160/180 noch okay. Alles drunter und drüber wird ungesund.
— meine Hoffnungszahlen

Unterzucker / Hypoglykämie

Ein Unterzucker ist immer eine akute Notfallsituation, da Ohnmacht droht. Deshalb ist schnelles Handeln so wichtig. Für mich sind alle Blutzuckerwerte niedriger als 60/70 unangenehm. Manche Menschen spüren den Blutzuckerabfall nicht gut und fallen einfach (bewusstlos) um. Glücklicherweise habe ich ein sehr feines Gespür dafür. Nichts desto trotz fühle ich mich sehr schlecht. Heißhunger, Schwindelig sein, Zittern, innere Nervosität/Unruhe, Ohrensausen, Toilettendrang, Schweißausbruch, Orientierungslosigkeit, Krämpfe und starke Kopfschmerzen gehören zu meinen Anzeichen. 

Dann ist schnelles Essen von Traubenzucker oder besser noch trinken von Saft Mit! Zucker wichtig. Nichts kann in dieser Situation wichtiger sein als das. 

Warum bekomme ich einen Unterzucker! Weil ich zuviel Insulin im Vergleich zur Blutzuckermenge im Körper habe. Oder das Insulin plötzlich schnell wirkt (heiße Badewanne) weil die Durchblutung im Körper sich rasch verbessert. Weil ich Sport/Bewegung hatte und dieser "Sport-Effekt" noch nachwirkt. Weil sich die Wirkzeiten meiner Insuline überschneiden und sich die Wirkung schlagartig verdoppelt. Oder andere Möglichkeiten .... In jedem Fall muss ich die Ursache genau analysieren. 

Für Notsituationen mit Bewusstlosigkeit gibt es auch eine Notfall-Spritze "Glukagon-Kit" das mir ein Angehöriger spritzen könnte, sollte ich selbst nicht in der Lage sein. Das ist bei mir glücklicherweise noch nie nötig gewesen. 


Überzucker / Hyperglykämie

Habe ich hohe Blutzuckerwerte, werde ich immer müder je länger sie andauern.
Es ist keine akute Notsituation wie der Unterzucker dennoch gefährlich. 
Alles ab 160/180 aufwärts kommt bei mir häufiger vor und auch sehr hohe Werte von 300/400 sind dabei. Hier liegt es meistens daran, dass ich zu wenig Insulin im Blut im Vergleich zur Blutzuckermenge habe. Weil das Insulin nicht mehr gut genug wirkt somit Gegenspieler wie Adrenalin oder Glukagon dagegen wirken. Ich wenig Bewegung/Sport hatte. Weil mein Insulin für die Grundversorgung (Basal) nicht mehr wirkt. Weil ich Schmerzen habe. Oder weil die Hormone mich unempfindlicher gegen Insulin machen. 

Generell wird gesagt, dass man hohe oder sehr hohe Blutzuckerwerte nicht spürt. Ich habe ein sehr feines Gespür dafür. Ich habe Gliederschmerzen, habe schnell Entzündungen, habe einen trockenen Mund, mir ist schwindelig, bin gereizt und stehe völlig neben mir. Habe leichte Übelkeit, keinen Appetit und weniger Durst. Obwohl ich dann viel trinken sollte. 

In diesen Situationen sollte ich per Urin-Teststreifen oder auch per Finger-Piecks die Keton Körper messen. Um zu wissen, wie stark sich die hohen Blutzuckerwerte über mehrere Stunden auf meinen Körper auswirken. Sollten die Keton-Körper ansteigen wäre ich auch in einer Notsituation und müsste ein spezielles Insulin-Spritz-Schema anwenden um eine schwere Blutzucker-Entgleisung zu verhindern. 


Andere körperliche Symptome

Meine Anzeichen zu Beginn des Diabetes habe ich ja schon beschrieben. Je länger ich Diabetes habe desto mehr spüre ich es. Hin und wieder kribbeln meine Beine. Muskelkater habe ich nach leichter Bewegung schnell und nach Sport oft echte Körperschmerzen. Arme und Beine sind auch mal nervös. Kreislaufprobleme, Schwindel und hin und wieder leicht erhöhter Blutdruck kommen vor. In ganz schlechten Zeiten hat sich auch schon mal die Niere gemeldet. Und leider hatte ich auch schon mal eine Augenblutung. Deshalb konnte ich eine Weile schlecht sehen und deshalb füge ich zu meinen Texten auch meine Sprachnotizen hinzu, damit Menschen die ebenfalls schlecht sehen auch mitlesen können ;-) Diese Augenblutung könnte aber auch in Zusammenhang mit einem Medikament stehen, das hat mir sehr zugesetzt und nehme ich nicht mehr. 

Ganz spurlos geht es leider nicht an mir vorüber ...

In allen Situationen in denen ich mich nicht mehr sicher & wohl fühle, bin ich sehr froh jemanden an meiner Seite zu haben der mich kennt und weiß was los ist.