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Alles dreht sich ums Bäuchlein

 

Glück gehabt Männer - Endometriose ist Frauensache und sehr vielschichtig. Es ist eine gutartige hormonelle Erkrankung. Kein Lifestyle Ding. Das Östrogen steht im Fokus. Ob Frau an Endometriose leidet? kann mit Sicherheit nur in einer operativen Bauchspiegelung festgestellt werden. Leider ist es oft ein langer Leidensweg bis die Erkrankung erkannt wird. In der Verantwortung stehen die Ärzte & die Wissenschaft weiter zu forschen und solange nicht zu ruhen, bis die Krankheit geheilt werden kann oder zumindest bessere Therapien möglich sind. Die aktuellen Therapieoptionen sind in meinen Augen absolut verbesserungswürdig.

Was passiert? Gewebe das eigentlich in der Gebärmutter (im Endometrium) sein sollte, ist auf Abwege geraten und findet sich, auch ausserhalb der Gebärmutter wieder, an Stellen im Bauchraum, wo es nicht hingehört. An der Blase, am Darm, in der Wirbelsäule in seltenen Fällen sogar im Gehirn. Dort macht es Probleme. Im monatlichen Zyklus baut es sich auf und wieder ab. In der Gebärmutter kann es abbluten (mit der Regelblutung), aber an den verirrten Stellen im Bauchraum oder woanders nicht, deshalb tut es weh. Es entzündet sich, macht (Schokoladen-) Zysten und Verwachsungen. Es gibt unterschiedliche Ausbreitungsgrade.
Warum das Gewebe auf Abwege geraten kann, warum es überhaupt entsteht, warum diese Gewebe oder Zellhaufen sich anderswo anlagern und warum sie das tun was sie nicht tun sollten? Keiner weiß es. Gene können eine Rolle spielen, Umwelteinflüsse, Stress, Hormone, manche sprechen auch von der Ernährung. Die Wissenschaft hat noch keine eindeutige Erklärung für die Ursache.


Symptome

Hauptanzeichen sind (Regel-) Schmerzen die weit über das Erträgliche hinaus gehen können. Zysten, Schokoladenzysten gefüllt mit altem Blut (weil dies eine dunkle Farbe hat, nennt man sie so), Verwachsungen, Entzündungsherde, Verstopfung, Panik, Angstgefühle, Zyklus Unregelmäßigkeiten, Unfruchtbarkeit, etc…;


Therapie

Eine Hormontherapie soll den Zyklus eindämmen und damit die Beschwerden zur Ruhe bringen. Weil die Hormontherapie individuell verträglich ist, kann dies eine normale Pille sein. Als Behandlungsstandard haben sich scheinbar Gestagene herausgestellt, wie z.B. Visanne. Diese können entweder normal mit dem Zyklus genommen werden oder je nach ärztlicher Empfehlung auch durchgängig ohne Pause.
Für Diabetikerinnen gibt es deutliche Hinweise im Beipackzettel. Ich habe kein Präparat vertragen.

Ein Speicheltest zur Hormonstatus Bestimmung ist nach meiner Recherche und biochemischen Fakten nur Geldmacherei und kann -so wie die Durchführung des Test beschrieben ist- gar keine verlässliche Information über den Hormonstatus geben.
Die natürliche Hormontherapie mit dem Progesteron Extrakt aus der Yams-Wurzel, wird üblicherweise in der Apotheke nach Rezept und Verordnung des Progesteron Gehalts erstellt. Diese ist keine Kassenleistung. Des Weiteren können auch Progesteron Tabletten oral oder vaginal verwendet werden. Diese sind ebenfalls privat zu bezahlen.

Operative Therapie: In einer Bauchspiegelung kann die Endometriose eindeutig festgestellt werden. Es können einzelne Herde entfernt werden oder Zysten. Geplatzte Zysten werden meist notfallmäßig operiert. Alles weitere ist so individuell, dass ich nur dazu raten kann auf sein Bauchgefühl zu vertrauen. Es gibt über jede Behandlungsmethode Gutes und Schlechtes zu lesen. Sollte für dich die Frage einer Gebärmutterentfernung im Raum stehen? Ich kann NUR Gutes davon berichten. Sollte der Darm oder die Blase mitbetroffen sein? Würde ich mich nur von einem Operationsteam operieren lassen, dass neben einem Gynäkologen auch einen Allgemein-und Viszeralchirurgen und oder einem Urologen besteht.


Fachwelt

Die aktuelle Behandlungsleitlinie ist aus dem Jahr 2013! Zusätzlich ist es “nur” eine S2 Leitlinie, der Evidenzgrad ist gering. Mir kommt es so vor, als würde es den Ärzten ausreichen die Endometriose mit Hormonen oder Operation behandeln zu können. Neue Forschung ist nötig. Vor allem auf dem Gebiet der Hormone (biochemischen Endokrinologie) und deren gesamtkörperliche Zusammenhänge.


Im Bereich der alternativen Therapiemöglichkeiten / Naturheilkunde gibt es eine Vielzahl an begleitenden Maßnahmen. Hier einige Beispiele die ich probiert habe: Akupunktur, Coaching, EMDR, Homöopathie, Irisdiagnostik, Phytotherapie, Osteopathie, Physiotherapie, Psychotherapie, therapeutisches Reiten, Bachblüten, Schüssler-Salze, Ernährungstherapie mit Nahrungsergänzungsmitteln, Ernährungstherapie ohne Nahrungsergänzungsmittel;

Naturheilkunde


🍏 🍏 🍏 ideal ist eine “gesunde” Lebensmittel und Getränkeauswahl, abwechslungsreich und bunt gemischt, mit einem hohen Anteil an leicht verdaulichen Ballaststoffen, hochwertigem Eiweiß, Ölen und gesunden Kohlenhydraten. Diese Ernährung soll Entzündungen vorbeugen, die Verdauung fördern, den Säure-Basen Haushalt positiv beeinflussen und bestenfalls entkrampfend wirken (in schlimmen Zeiten) Dazu eignen sich Kräuter & Gewürze besonders gut. Ausserdem soll genügend Kalzium und Eisen aus dem Essen aufgenommen werden
🍏 🍏 manche Frauen reagieren empfindlich auf Laktose, Gluten, Kuhmilch, Eiweiß, Östrogenhaltige
Lebensmittel wie z.B. Soja. Das ist individuell und kann bei dir ganz anders sein. Iß was du verträgst
🍏 ein sehr geringer Anteil an Fertigprodukten & Fast Food ist ok
🍎 eine Ernährung die überwiegend aus Fertigprodukten, Fast Food, wenig Ballaststoffen und gestresstem Essen besteht ist ungeeignet, genauso wie Energy Drinks & Alkohol

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