#60 Phytotherapie - meine grüne Medizin

Um meinen Körper in dieser besonders anstrengenden "Zystenzeit" bestmöglich zu unterstützen, möchte ich euch meine grünen Helferlein vorstellen. Mir bedeuten sie unendlich viel, wahre Schätze! 

Ich versuche die gesundheitsfördernden Wirkungen unserer heimischen Kräuter und Pflanzen für mich zu nutzen, um meine Durchblutung zu verbessern, die Entzündungsreaktion in Schach zu halten, eventuell weniger Schmerzmittel nehmen zu müssen und einfach soviel Hilfe in meinen Körper zu bekommen wie möglich. 

Meine Kräuterküche findest du in meinen Rezepten und vielleicht hast du ja auch Lust mal das ein oder andere Essen zu "vergrünen"?

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#61 "Schwierig"

Ja, aber echt! 

Die Oberärztin steht vor mir, versucht ein optimistisches Gesicht aufzusetzen (was ihr nur für wenige Sekunden gelingt) und sagt zu mir: "es ist wirklich schwierig". Kurzum es gibt keine heilsame Therapie für mich. Abwarten, Hormontherapie oder Operation. Aber das ist alles nur "Symptom-Kosmetik". Es dreht sich alles im Kreis und alles hat enorme Auswirkungen auf mich. Mittlerweile reden wir nicht mehr von "nur" erhöhten Blutzuckerwerten oder "Schmerzen" sondern von weitaus mehr. Diabetes Typ 1 alleine ist noch zu bewerkstelligen. Endometriose vielleicht auch. Aber beides in Kombination, ist wie Pest und Cholera zusammen. Leider muss ich es so drastisch sagen, denn es ist einfach die Realität. 

Die Zyste macht mich so schwach und bringt einfach alles durcheinander, dass ich (wie bereits vor der Gebärmutter Entfernung und ein Grund dafür) wieder in der gleichen Misere bin. Wenn es meinem Körper zuviel wird, wird mir schwarz vor Augen und schwups ist der Kreislauf im Keller und ich "weg". Deshalb bin ich als Notfall in der Gyn Ambulanz "meiner" Klinik gelandet. Dank Infusionen ging es mir wieder besser. 

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#59 Zufrieden mit Hysterektomie?

mich hat die Frage erreicht: ob ich zufrieden bin mit der Gebärmutter Entfernung?

Ja, eindeutig!  

Die Gebärmutter samt Eileiter wurden laparoskopisch entfernt. Die Eierstöcke sind noch da.  

Bin ich deshalb in den verfrühten Wechseljahren?  ich finde nicht. Meine Eierstöcke produzieren noch Hormone und ich habe jeden Monat Zyklus Beschwerden mit Pochen, Ziehen, Schmerzen, Stimmungsschwankungen, genervt sein. Mal mehr mal weniger. Kopf-, Rücken-, Nacken-, Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen habe ich schon seit Jahrzehnten. Schwindel und Durchblutungsstörungen, weiters Angst und Panik, hatte ich extrem unter Visanne. Leichter Bluthochdruck und Nierenbeschwerden ebenso, wurden unter Visanne noch schlechter.  

Seit der "Total OP" sind die extremen Schmerzen und Krämpfe weg. Meine "Tage" vermisse ich keine Sekunde. Im Gegenteil, mein Körper hat sich dagegen immer gewährt und ich konnte damit nie was anfangen, bis hin dass ich das Blut gar nicht mehr sehen konnte. 

Siehst du dich international um, so gibt es den Begriff "surgical induced menopause" (so oder ähnlich) der ausdrückt, dass man auch ohne Gebärmutter mit Eierstöcken eine Art verfrühte Wechseljahre hat. meine oben genannten Symptome sind darunter zu finden. Circa 1 bis 2 Jahre nach der Operation würde das einsetzen.

Hat sich mein Körper verändert? Nein und ich fühle keine Leere sondern Erleichterung.  

Mithilfe der EMDR Therapie habe ich mich intensiv auf die OP vorbereitet und bin sehr einverstanden damit.

Einen ausgeprägten Kinderwunsch hatte ich nie, wenn es sich ergeben hätte ok, so eben nicht.  

Ich hätte mir gewünscht mehr Unterstützung seitens der Ärzte zu haben. Sie haben mir die Entscheidung absichtlich schwer gemacht. Das finde ich unfair! Es kostete mich neben meiner täglichen Ohnmacht wegen der zu starken Schmerzen noch mehr Kraft. Ich hatte das Gefühl sie halten mich davon ab gesund zu werden. 

Liebste Silvia, danke für das wundervolle Bild 🌸

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#58 Zysten - Wundermittel?

Klar, bin ich immer wieder neu in Aufruhr, wenn ich wieder mehr Beschwerden habe. Dann recherchiere ich noch mehr als sonst und überlege mir, was für mich die Lösung sein könnte. Diesmal muss ich aber sagen, soviel Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es ist so schade, dass im Bereich der alternativen Heilmethoden (Homöopathie, TCM, etc...) aber vor allem der Ernährung, so konfuse, wild durcheinander gewürfelte "Weisheiten" gibt. 

Ist doch klar, wenn man eine schlechte Diagnose erhält, dass man sich Sorgen macht und alles tun möchte damit sich die Situation verbessert. Auch ich habe mich heute dabei ertappt, dass ich mich gefragt, habe: "sollte ich dies oder jenes noch ausprobieren". Bei genauerem Hinschauen, habe ich mich nur genauso verwirren lassen. Unwissenschaftliche, unseriöse Informationen sind selbst für Fachleute manchmal schwer zu enttarnen. 

Mein Wunsch ist, dass die Zyste von selbst verschwindet. Dass dabei Frischkäse helfen soll oder eine Frucht (deren Namen ich nicht mal mehr erinnere) aus exotischen Ländern...? Gleichzeitig aber weder Milchprodukte oder Fruchtzucker gegessen werden soll (so die Empfehlung) ist nicht nur ein Widerspruch in sich selbst, sondern Quatsch. Ein Wundermittel nach dem anderen wird angepriesen, teilweise schwer erhältlich in unseren Breitengraden, verleitet mich wirklich nachzudenken und zu sagen: "da stimmt doch was nicht!". 

Mein Fazit:
1. so schlecht, wie diese Information mir weis machen möchten, ist mein bisheriges Verhalten nicht. 
2. ich lasse mir keine Glaubenssätze, die mir die Schuld an meiner Erkrankung geben, einreden. 
3. denn: mehr als ich für meine Gesundheit tue, geht nicht mehr. 
4. ich will mein Leben genießen! Dazu gehört für mich neben vielen anderen Dingen, eine wunderbar köstliche, genussreiche, abwechslungsreiche Ernährung. 
5. Verbote oder Extreme kommen mir nicht auf den Teller!

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#57 Zyste - ich bin total deprimiert!

Eigentlich fehlen mir die Worte. 
Die letzten Wochen hatte ich wieder Stechen, Pochen, Ziehen und Schmerzen, die ich in dieser Form das letzte mal bei der Zyste vor 4 Jahren hatte (da wusste ich noch von gar nix). Interessanterweise sind die Schmerzen so unfassbar unterschiedlich, dass ich irgendwie sofort wieder an eine Zyste dachte. 

Ich muss zwar immer 1 Stunde zu meiner Gynäkologin fahren, aber ich bekomme immer sehr schnell einen Termin und ich fühle mich dort gut aufgehoben, weil sie fachlich versteht um was es bei Diabetes Typ 1 und Endometriose geht. 

Nach wenigen Sekunden Ultraschall war klar: Zyste am linken Eierstock. 

Meine Welt bricht zusammen. Ich war so positiv und fest davon überzeugt das Gröbste überstanden zu haben. 

Dass ich 1 Jahr nach der Gebärmutterentfernung eventuell wieder vor der nächsten OP stehe? damit hätte ich ganz und gar nicht gerechnet. Das wäre dann die 3. OP. Diese OP möchte meine Ärztin aber vermeiden, da es immer schwieriger wird mit den Verwachsungen und häufige Operationen einfach ungut sind. Ihr Vorschlag ist: circa 3 Wochen abwarten, dann weiter sehen. Werden die Beschwerden mehr, dann natürlich vorher. 

Ich habe Angst, dass diese Zyste von einer Sekunde auf die andere platzt. Diese Notsituation von vor 4 Jahren brauche ich nicht mehr! 

Ziel der Gebärmutterentfernung war, keine Hormone mehr nehmen zu müssen, da ich ein erhöhtes Thromboserisiko habe. Unter der Visanne hatte ich ja eine Durchblutungsstörung im linken Auge und seitdem eine diabetische Retinopathie. Deshalb sollte ich jegliche Hormoneinnahme vermeiden. Auf jedem Beipackzettel steht das was ich habe auch als Kontraindikation drauf und da ich schon eine Nebenwirkung hatte, gehe ich da kein Risiko mehr ein. Hormone würden wahrscheinlich neue Zysten verhindern. 
Ich würde mir ja sofort die Eierstöcke rausmachen lassen um neue Zysten zu vermeiden. Seitens der Ärzte kommt dazu ein klares: "Nein, das machen wir nicht. Sie sind noch viel zu jung um in die dann einsetzenden Wechseljahre zu kommen, und ab da würde sich das Thromboserisiko nochmal verschlimmern bzw. könnten sich die Wechseljahrsbeschwerden noch negativer auf alles auswirken. Und dann könnte ich erst recht keine Hormonersatz-Therapie nehmen."

Na, toll. Ich drehe mich seit Jahren im Kreis und habe es wirklich satt! Für meine Krankheits-Kombination gibt es einfach keine gut verträgliche, heilsame Hilfe. 

Ich brauche nun ständig jemand bei mir. Denn sollte diese Zyste wirklich platzen, kann ich mir selbst nicht mehr helfen. Nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch wegen dem Diabetes. Entspanntere Mädels, sagen nun vielleicht, "ja rufst halt dann den Krankenwagen an." Klar! Aber dann lande ich in "irgendeiner" Klinik, nicht in meiner und das möchte ich nicht. 
Und da ich ab sofort nur leichte Bewegung machen darf, besser noch "Couch-Potato" bin (dann steigt wieder der Insulinbedarf und Blutzucker, was wieder zu mehr Entzündung führt) Gibt es eine Menge Alltags-Dinge zu organisieren. Ausserdem habe ich durch den Diabetes ein erhöhtes Risiko einer Bauchfellentzündung nach einer geplatzten Zyste, damit ist nicht zu spaßen. Deshalb möchte ich diese Notsituation unbedingt vermeiden und kann nicht einfach ruhigen Gewissens abwarten. Ohne Hilfe, wäre das für mich nicht zu schaffen. 

Dafür, dass ich sprachlos bin, habe ich nun ganz schön viel getippt. Aber ich möchte einfach genau erklären was das Problem bei Diabetes Typ 1 und Endometriose ist. 

 

#56 Mehr oder weniger Beschwerden durch die Kälte?

Endometriose: weniger durch die Kälte, als den vereisten Boden habe ich mehr Schmerzen. Laufen auf eisigem Boden tut mir weh, weil ich nicht entspannt laufen kann. Das passiert ganz automatisch. Schneeräumen ist für mein Unterstübchen eine Katastrophe. 

Diabetes Typ 1: Im Winter habe ich weniger und andere Bewegung als zu anderen Jahreszeiten mit gemäßigten Temperaturen. Aktuell bewege ich mich zu wenig. Deshalb muss ich mehr Insulin spritzen. Das ist aber auch manchmal doof, weil:
Wenn ich draußen unterwegs bin, schwitze ich viel schneller, die Durchblutung kommt schlagartig in Schwung und der Blutzucker sinkt viel schneller zu stark ab.

Für mich eindeutig: Mehr! Ich habe das Gefühl in mir stockt alles. 

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#54 Blutzucker messen ohne Stechen - die Apple Watch?

Ja, ich gebe es zu, ich bin Apple Fan geworden. Ich trage zwar keine Armbanduhr, aber dafür würde ich eine Ausnahme machen. Für alle die genauso neugierig sind wie ich:
Gestern habe ich eine englische TV Werbung der Apple Watch gesehen. Darin wird das "nicht investive" Glukose Monitoring per Hautsensor und seine Vorteile - das Plus an Sicherheit für Typ 1 Diabetiker - beworben. Schau hier
Ich habe allerdings noch keine Information gefunden, dass dieses Feature bereits erhältlich ist. Click hier, das sagt Apple dazu. Weißt du mehr?

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#53 Body Devices

Je technisierter die Diabetestherapie wird, desto mehr “Body Devices” so nenne ich sie mal, werden auf den Markt gebracht. Eigentlich eine super Sache oder? 
Der einzig große Nachteil, in meinen Augen, sie sind alle noch "invasiv". Ohne die Hautbarriere zu durchbrechen, kommt kein mir bekanntes aus. Und das verträgt nun mal nicht jeder. 

Ich hatte auch lange eine Insulinpume. Erst versprach sie die große Freiheit, ich war von der Technik begeistert. Dann begann sie mich mehr und mehr zu nerven. Die Freiheit schwand und ich fühlte mich nur noch angekettet.  

Seitdem möchte nichts mehr an meinem Körper haben. Aufgrund dessen wurde mir folgendes gesagt: In der Facharzt-Sprache gibt es die Bezeichnung “meine Krankheitsverarbeitung sei noch nicht abgeschlossen”. Ich frage mich wann das jemals sein soll? Bei einer Erkrankung die einen sekündlich daran erinnert, dass sie nun für immer da ist. Etwas das an mir klebt oder hängt, verstärkt das extrem. 

Mein kleines Stück Unabhängigkeit ist die Freiheit, nichts am Körper zu haben. DAS hilft mir bei meiner Krankheitsbewältigung!

#52 Zerbrechlich wie eine Glaskugel

Ihr werdet sicher auch bemerkt haben, dass ich mal etwas positiver schreibe und manchmal etwas betrübter. Woran liegt das?

Ich bin mit und ohne Krankheiten unterschiedlich gut gelaunt. Obwohl ich immer versuche eine positive Grundstimmung zu halten sind betrübte Zwischentöne unvermeidbar. An ganz schlechten Tagen habe ich sogar eine echte Schreibblockade. Mir ist wichtig das nicht hinten runter fallen zu lassen. Denn ich selbst kann mit Blogs nicht viel anfangen, wenn immer nur dargestellt wird "wie toll" alles ist. Da fühle ich mich überhaupt nicht abgeholt. Für die schlechten Tage, ist es auch wichtig zu wissen wie du damit umgehen kannst. Jeder ist anders und vielleicht kannst du dir bei mir was abgucken? 

Die Momente in denen es mir rundherum super gut geht sind selten. Ich manage meinen Alltag, meine Krankheiten, meine Wünsche, Hoffnungen und Ziele. Ich finde das anstrengend und habe manchmal Mühe, nicht wie eine filigrane Glaskugel zu zerbrechen. Einzelne Kratzer kann ich ganz gut wegstecken. Risse oder Sprünge sind schon schwerer zu verkraften. Manchmal reicht ein schiefer Blick, ein Missverständnis, eine Verhaltensweise und "pling" schon ist die Glaskugel zerbrochen. Besonders in Momenten, in denen es mir gesundheitlich nicht gut geht. Im Alltag habe ich eine ziemlich gute Strategie entwickelt wie andere Menschen das nicht so schnell sehen können, um mich zu schützen und nicht als "empfindlich", "kompliziert" oder "irgendwie komisch" abgestempelt zu werden. In manchen Situationen passt es einfach nicht so gut, das nach Außen zu tragen. Für kurze Momente super, langfristig keine gute Idee. Um dich zu motivieren dich nicht zu verstecken und zu dir selbst zu stehen,  schreibe ich darüber und meinen Blog macht es authentischer. 

 

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#50 Hi to my international followers

Great to see you! Thanks a lot for following me all over the world 😊
I appreciate it very much! 
If you like, send me a message. I' m really curious about the challenges you face in your life with diabetes type 1 or endometriosis and what you do to cope with. 
Actually I'm getting ready for some carnival fun as a mermaid. One of the things I have introduced in 2018 - have more fun 🎉

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#49 Sport und Ernährung - wichtig bei Diabetes

Nach meinem Abitur wollte ich liebend gerne Sportwissenschaften studieren. Fast hätte es geklappt, wenn ich nicht genau in dem Vorbereitungsjahr für die Sport-Eignungsprüfung Diabetes Typ 1 bekommen hätte. Der Sport-Test lief gut, jedoch habe ich einen Rückzieher gemacht, da ich es mir einfach nicht zugetraut habe "auf den Punkt fit zu sein" in all den Prüfungssituationen die während des Studiums auf mich zugekommen wären. Das ist ja ohne Diabetes schon eine Herausforderung. Ziel wäre es gewesen mich mit der Sport-Ernährung zu befassen. Und wie es im Leben so läuft...es hat geklappt, das mit der Sport-Ernährung. In einem speziellen Lehrgang der TU München konnte ich alles darüber lernen. Wer sich auch dafür interessiert? 

Schaut einfach mal auf meine aktuellen diätschmankerl Blog-Einträge und verfolgt meine Miniserie "Sport und Ernährung" anlässlich der olympischen Winterspiele ⛷

 

#48 Angst vor Operationen?

Ich bin ein riesengroßer "Hasenfuß"! Ich hatte schon immer Angst vor Ärzten und alleine der bloße Geruch einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses lassen mich fast ohnmächtig werden. Ich wäre wirklich mehr als froh, wenn ich damit überhaupt nichts zu tun haben müsste. 
Mich freiwillig operieren zu lassen käme mir nicht in den Sinn. Meine Not-OP konnte ich mir nicht aussuchen. Die OP zur Gebärmutter-Entfernung war geplant und das war fast noch schlimmer. 
Es stand ja nicht nur die Tatsache der Operation für sich ins Haus, sondern auch die Entscheidung Gebärmutter raus oder nicht. Wie ich es geschafft habe, mich gut vorbereitet darauf einzulassen seht ihr hier. 

http://innermotion.de/video-zum-thema-angst-vor-operationen/

#46 (Fein-) Gefühl statt Psycho...

Auf der Suche nach professioneller Unterstützung im Umgang mit Diabetes und Endometriose, stelle ich enttäuscht fest: es gibt sie nicht! 

Ich will meiner psychologischen TherapeutIn (egal welcher Sparte) nicht erst x-mal erklären müssen wie mein Alltag und die damit verbundenen Herausforderungen sind, nur um dann von besagter Person zu hören, „wenn ich das gewusst hätte, dabei kann ich sie nicht unterstützen, das ist ja so komplex!“ Fazit: Vertane Zeit und Energie! 

Das Einzige was mir als Operationsvorbereitung und Nachbereitung sehr gut getan hat, war die EMDR Therapie. Davon kann ich nur Gutes berichten und ich war mit der Fachperson sehr zufrieden. 

Dass der „Psycho-Ansatz“ der klassischen Psychologie oder Psychotherapie, grundsätzlich nicht zu mir passt, weiß ich nun endgültig, da ich mehrmals wöchentlich im anderen Kontext mit einer PsychologIN zu tun habe und wir in keiner Handlungs-oder Denkweise zusammen passen. Ich empfinde diesen Menschen als „kalt“, „stumpf“, „gefühllos“, „verkopft“, „verkrampft“, „humorlos“, „steif“ und eigentlich noch viel mehr... natürlich ist es immer eine Frage der Wellenlänge, aber so ging’s mir bisher mit allen Fachpersonen aus diesem Bereich und den komischen Ratschlägen dir mir erteilt wurden.   

Da gerade die psychische Seite von vielen als „Tabu-Thema“ gesehen wird, ist mein ganz großes Plädoyer für mehr Gefühl und weniger Psycho...! Denn ich finde es dreht sich doch alles um das Gefühl im Umgang miteinander, das Gefühl das man eventuell vermisst, weil man sein Leben nicht so leben kann wie Gesunde oder auch das Gefühl als Mensch angenommen zu werden mit all den „Zipperlein“ die man hat u.s.w.; Ich bin ausserdem für lebenspraktische Hilfe und einen gesunden Menschenverstand!  

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#45 Warum wird existierendes Wissen nicht angewendet?

Solange alles gut läuft gibt es keine Probleme. Man geht zum Arzt bekommt mehr oder weniger was man will und geht wieder. 

Wenn es nicht läuft fangen die Probleme an. Dann muss man nicht nur damit fertig werden, dass man sich elend fühlt, sondern auch damit wie gut oder schlecht man behandelt wird. Mich macht das fertig und ich fühle mich dadurch doppelt so schlecht. Noch mehr, je länger der Spießrutenlauf dauert, desto kränker werde ich. 

Die wenigen Minuten die ich Zeit habe den Therapeuten zu erklären wie es mir geht, reichen nicht aus und schwups, schon stecke ich in einer Schublade. Meistens zucken die Therapeuten mit den Schultern und können mir kaum helfen. Selten stimmen Einschätzung der Ärzte und die vorgeschlagene Behandlung hilfreich für mich überein.

Beispiel:seit einigen Jahren erlebe ich keinen Muskelkater mehr, sondern starke Schmerzen nach dem  "Sport" . Zunehmend schlimmer und ohne Schmerzmittel geht oft gar nix mehr.

Keiner der Sportärzte oder Diabetologen oder Orthopäden oder alternativ Therapeuten,  kann mir erklären warum das so ist oder was ich zur Verbesserung machen kann.  Ahnungslosigkeit weit und breit.

Zufällig schaue ich eine Wissenschafts-TV Sendung und finde Antworten auf genau diese Frage. Englische Forscher und Sportmediziner erklären genau was im Muskel Stoffwechsel eines Gesunden passiert. Das diese Prozesse bei mir als Typ 1 Diabetikerin teilweise ins Negative wenden ist selbsterklärend. 

Warum kann mir in einer Universitätsstadt wie München das keiner erklären? Warum wird existierendes Wissen nicht angewendet?

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#44 Hoher Blutzucker durch Stress?

Ich werde immer wieder gefragt, ob das möglich ist, dass der Blutzucker - auch wenn man nichts ist - ansteigt? Und auch hoch bleibt?  

Ja! 

Denn bei Stress wird u.a. Cortison ausgeschüttet. Das ist Gegenspieler zum Insulin und schwächt die Insulin Wirkung im Körper ab.   

In Situation die du mit den Worten: Stress, Angst, Anspannung, Schmerzen, Leistungsdruck, Lernstress, Prüfungen, etc...; in Verbindung bringst ist das sehr gut möglich und sogar sehr wahrscheinlich. 

Da jeder Situationen anders empfindet, ist es auch möglich, dass du dich schon unwohl fühlst und andere noch gar nichts merken. Das macht aber nichts, jeder Mensch ist anders.  

Wie gehe ich damit um? 

Ich stelle mir immer die Frage, wie lange dauert mein Stress? Sind es kurze Situation unternehme ich wenig bist nichts. Dauert mein Stress länger, einige Tage bis hin zu Jahren, muss ich dringend eine Lösung dafür finden. Ich bin, je länger ich den Diabetes Typ 1 habe, immer weniger Stress resistent. D.h. Schon kurze Unruhe Zeiten werfen mich komplett aus der Bahn. Und damit meine ich tatsächlich komplett. Und meine Erholungszeit ist sehr lang.  

Mir hat es nie jemand gesagt, aber ich finde als Diabetiker sind wir besonders belastet und es ist in meinen Augen sehr wichtig, sich frühzeitig (nicht so wie bei mir, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war) Unterstützung, Inspiration und Anregungen zu holen um zu wissen wie du damit umgehst. 

#43 Keine Shopping Queen

Wie hat denn euer Jahr 2018 begonnen? Für mich steht fest, mein Jahresbedarf an Katastrophen für 2018, ist bereits nach 17 Tagen abgedeckt 🙉 Nicht nur, dass das Wetter sich in der Jahreszeit irrt (wenn man die Frühlingshaften letzten Tage betrachtet) sondern auch ich bin heute völlig fehl am Platz gewesen. Winterlich eingepackt um den Schneestürmen draußen zu trotzen, marschiere ich zielstrebig, durch ein bekanntes Möbelkaufhaus. Nein! Just for Fun, würde mir das sicherlich nicht einfallen, da ich sehr ungern Einkaufen gehe. Blutzuckerwert beim Start 180 mg/dl ohne Extras. Mein Frühstücks-Porridge sollte ausreichend vorhalten. Falsch gedacht! Wenn ihr also das nächste mal beim Einkaufen, jemandem an einem ungewöhnlichen Fleck sitzen seht, der Traubenzucker oder Saft in sich reinstopft, dann könnte ich das sein. Denn bereits nach wenigen Minuten ging es mit einem Hitzeanfall los, dazu kamen wackelige Knie, Schwitzen, Unsicherheit, Panik und ich wollte nur noch eins: schnell raus da! 

Das schaffte ich aber nicht, denn vor mir blockierte ein Trödler nach dem anderen, den Weg. Ok, dann eben Notfall Location. In eine stille Ecke setzten und Not-BE essen und zwar schnell. Dumm nur, wenn ein Schlaumeier nach dem anderen, meint genau da hinzuwollen wo ich gerade saß um meinen blitzartig aufgetreten Unterzucker in den Griff zu bekommen. Natürlich hatte keiner soviel Aufmerksamkeit besessen, mich entweder in Ruhe zu lassen oder besser noch Hilfe anzubieten 🤔

Was war das Problem? Scheinbar reagiert mein Körper auf plötzlich auftretende Hitze mittlerweile so stark, dass innerhalb von Minuten die Durchblutung so angekurbelt wird, dass ich einen starken Unterzucker bekomme. Das ist für mich in dieser Schnelligkeit und Heftigkeit neu und erfordert neue Notfall Strategien!

#42 Meine Tipps für das Weihnachtsfest mit Typ 1 Diabetes - Gastautoren Blog Beitrag

https://www.mytherapyapp.com/de/blog/weihnachten-mit-diabetes-5-tipps

da bin ich doch total aus dem Knusperhäuschen! Jipieeeee, ich freue mich sehr. Was für ein toller Jahresabschluss und es hat mir riesig Spaß gemacht für euch kreativ zu sein. Danke lieber Florian und Danke an alle anderen bei Smartpatient!!!

Für mich ist heute schon Weihnachten :-) Einfach toll

 

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