Phytotherapie

Um meinen Körper in dieser besonders anstrengenden "Zystenzeit" bestmöglich zu unterstützen, möchte ich euch meine grünen Helferlein vorstellen. Mir bedeuten sie unendlich viel, wahre Schätze! 

Ich versuche die gesundheitsfördernden Wirkungen unserer heimischen Kräuter und Pflanzen für mich zu nutzen, um meine Durchblutung zu verbessern, die Entzündungsreaktion in Schach zu halten, eventuell weniger Schmerzmittel nehmen zu müssen und einfach soviel Hilfe in meinen Körper zu bekommen wie möglich. 

Meine Kräuterküche findest du in meinen Rezepten und vielleicht hast du ja auch Lust mal das ein oder andere Essen zu "vergrünen"?

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Zufrieden mit Hysterektomie?

mich hat die Frage erreicht: ob ich zufrieden bin mit der Gebärmutter Entfernung?

Ja, eindeutig!  

Die Gebärmutter samt Eileiter wurden laparoskopisch entfernt. Die Eierstöcke sind noch da.  

Bin ich deshalb in den verfrühten Wechseljahren?  ich finde nicht. Meine Eierstöcke produzieren noch Hormone und ich habe jeden Monat Zyklus Beschwerden mit Pochen, Ziehen, Schmerzen, Stimmungsschwankungen, genervt sein. Mal mehr mal weniger. Kopf-, Rücken-, Nacken-, Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen habe ich schon seit Jahrzehnten. Schwindel und Durchblutungsstörungen, weiters Angst und Panik, hatte ich extrem unter Visanne. Leichter Bluthochdruck und Nierenbeschwerden ebenso, wurden unter Visanne noch schlechter.  

Seit der "Total OP" sind die extremen Schmerzen und Krämpfe weg. Meine "Tage" vermisse ich keine Sekunde. Im Gegenteil, mein Körper hat sich dagegen immer gewährt und ich konnte damit nie was anfangen, bis hin dass ich das Blut gar nicht mehr sehen konnte. 

Siehst du dich international um, so gibt es den Begriff "surgical induced menopause" (so oder ähnlich) der ausdrückt, dass man auch ohne Gebärmutter mit Eierstöcken eine Art verfrühte Wechseljahre hat. meine oben genannten Symptome sind darunter zu finden. Circa 1 bis 2 Jahre nach der Operation würde das einsetzen.

Hat sich mein Körper verändert? Nein und ich fühle keine Leere sondern Erleichterung.  

Mithilfe der EMDR Therapie habe ich mich intensiv auf die OP vorbereitet und bin sehr einverstanden damit.

Einen ausgeprägten Kinderwunsch hatte ich nie, wenn es sich ergeben hätte ok, so eben nicht.  

Ich hätte mir gewünscht mehr Unterstützung seitens der Ärzte zu haben. Sie haben mir die Entscheidung absichtlich schwer gemacht. Das finde ich unfair! Es kostete mich neben meiner täglichen Ohnmacht wegen der zu starken Schmerzen noch mehr Kraft. Ich hatte das Gefühl sie halten mich davon ab gesund zu werden. 

Liebste Silvia, danke für das wundervolle Bild 🌸

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Zysten - Wundermittel?

Klar, bin ich immer wieder neu in Aufruhr, wenn ich wieder mehr Beschwerden habe. Dann recherchiere ich noch mehr als sonst und überlege mir, was für mich die Lösung sein könnte. Diesmal muss ich aber sagen, soviel Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es ist so schade, dass im Bereich der alternativen Heilmethoden (Homöopathie, TCM, etc...) aber vor allem der Ernährung, so konfuse, wild durcheinander gewürfelte "Weisheiten" gibt. 

Ist doch klar, wenn man eine schlechte Diagnose erhält, dass man sich Sorgen macht und alles tun möchte damit sich die Situation verbessert. Auch ich habe mich heute dabei ertappt, dass ich mich gefragt, habe: "sollte ich dies oder jenes noch ausprobieren". Bei genauerem Hinschauen, habe ich mich nur genauso verwirren lassen. Unwissenschaftliche, unseriöse Informationen sind selbst für Fachleute manchmal schwer zu enttarnen. 

Mein Wunsch ist, dass die Zyste von selbst verschwindet. Dass dabei Frischkäse helfen soll oder eine Frucht (deren Namen ich nicht mal mehr erinnere) aus exotischen Ländern...? Gleichzeitig aber weder Milchprodukte oder Fruchtzucker gegessen werden soll (so die Empfehlung) ist nicht nur ein Widerspruch in sich selbst, sondern Quatsch. Ein Wundermittel nach dem anderen wird angepriesen, teilweise schwer erhältlich in unseren Breitengraden, verleitet mich wirklich nachzudenken und zu sagen: "da stimmt doch was nicht!". 

Mein Fazit:
1. so schlecht, wie diese Information mir weis machen möchten, ist mein bisheriges Verhalten nicht. 
2. ich lasse mir keine Glaubenssätze, die mir die Schuld an meiner Erkrankung geben, einreden. 
3. denn: mehr als ich für meine Gesundheit tue, geht nicht mehr. 
4. ich will mein Leben genießen! Dazu gehört für mich neben vielen anderen Dingen, eine wunderbar köstliche, genussreiche, abwechslungsreiche Ernährung. 
5. Verbote oder Extreme kommen mir nicht auf den Teller!

Zyste - ich bin total deprimiert!

Eigentlich fehlen mir die Worte. 
Die letzten Wochen hatte ich wieder Stechen, Pochen, Ziehen und Schmerzen, die ich in dieser Form das letzte mal bei der Zyste vor 4 Jahren hatte (da wusste ich noch von gar nix). Interessanterweise sind die Schmerzen so unfassbar unterschiedlich, dass ich irgendwie sofort wieder an eine Zyste dachte. 

Ich muss zwar immer 1 Stunde zu meiner Gynäkologin fahren, aber ich bekomme immer sehr schnell einen Termin und ich fühle mich dort gut aufgehoben, weil sie fachlich versteht um was es bei Diabetes Typ 1 und Endometriose geht. 

Nach wenigen Sekunden Ultraschall war klar: Zyste am linken Eierstock. 

Meine Welt bricht zusammen. Ich war so positiv und fest davon überzeugt das Gröbste überstanden zu haben. 

Dass ich 1 Jahr nach der Gebärmutterentfernung eventuell wieder vor der nächsten OP stehe? damit hätte ich ganz und gar nicht gerechnet. Das wäre dann die 3. OP. Diese OP möchte meine Ärztin aber vermeiden, da es immer schwieriger wird mit den Verwachsungen und häufige Operationen einfach ungut sind. Ihr Vorschlag ist: circa 3 Wochen abwarten, dann weiter sehen. Werden die Beschwerden mehr, dann natürlich vorher. 

Ich habe Angst, dass diese Zyste von einer Sekunde auf die andere platzt. Diese Notsituation von vor 4 Jahren brauche ich nicht mehr! 

Ziel der Gebärmutterentfernung war, keine Hormone mehr nehmen zu müssen, da ich ein erhöhtes Thromboserisiko habe. Unter der Visanne hatte ich ja eine Durchblutungsstörung im linken Auge und seitdem eine diabetische Retinopathie. Deshalb sollte ich jegliche Hormoneinnahme vermeiden. Auf jedem Beipackzettel steht das was ich habe auch als Kontraindikation drauf und da ich schon eine Nebenwirkung hatte, gehe ich da kein Risiko mehr ein. Hormone würden wahrscheinlich neue Zysten verhindern. 
Ich würde mir ja sofort die Eierstöcke rausmachen lassen um neue Zysten zu vermeiden. Seitens der Ärzte kommt dazu ein klares: "Nein, das machen wir nicht. Sie sind noch viel zu jung um in die dann einsetzenden Wechseljahre zu kommen, und ab da würde sich das Thromboserisiko nochmal verschlimmern bzw. könnten sich die Wechseljahrsbeschwerden noch negativer auf alles auswirken. Und dann könnte ich erst recht keine Hormonersatz-Therapie nehmen."

Na, toll. Ich drehe mich seit Jahren im Kreis und habe es wirklich satt! Für meine Krankheits-Kombination gibt es einfach keine gut verträgliche, heilsame Hilfe. 

Ich brauche nun ständig jemand bei mir. Denn sollte diese Zyste wirklich platzen, kann ich mir selbst nicht mehr helfen. Nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch wegen dem Diabetes. Entspanntere Mädels, sagen nun vielleicht, "ja rufst halt dann den Krankenwagen an." Klar! Aber dann lande ich in "irgendeiner" Klinik, nicht in meiner und das möchte ich nicht. 
Und da ich ab sofort nur leichte Bewegung machen darf, besser noch "Couch-Potato" bin (dann steigt wieder der Insulinbedarf und Blutzucker, was wieder zu mehr Entzündung führt) Gibt es eine Menge Alltags-Dinge zu organisieren. Ausserdem habe ich durch den Diabetes ein erhöhtes Risiko einer Bauchfellentzündung nach einer geplatzten Zyste, damit ist nicht zu spaßen. Deshalb möchte ich diese Notsituation unbedingt vermeiden und kann nicht einfach ruhigen Gewissens abwarten. Ohne Hilfe, wäre das für mich nicht zu schaffen. 

Dafür, dass ich sprachlos bin, habe ich nun ganz schön viel getippt. Aber ich möchte einfach genau erklären was das Problem bei Diabetes Typ 1 und Endometriose ist. 

 

Body Devices

Je technisierter die Diabetestherapie wird, desto mehr “Body Devices” so nenne ich sie mal, werden auf den Markt gebracht. Eigentlich eine super Sache oder? 
Der einzig große Nachteil, in meinen Augen, sie sind alle noch "invasiv". Ohne die Hautbarriere zu durchbrechen, kommt kein mir bekanntes aus. Und das verträgt nun mal nicht jeder. 

Ich hatte auch lange eine Insulinpume. Erst versprach sie die große Freiheit, ich war von der Technik begeistert. Dann begann sie mich mehr und mehr zu nerven. Die Freiheit schwand und ich fühlte mich nur noch angekettet.  

Seitdem möchte nichts mehr an meinem Körper haben. Aufgrund dessen wurde mir folgendes gesagt: In der Facharzt-Sprache gibt es die Bezeichnung “meine Krankheitsverarbeitung sei noch nicht abgeschlossen”. Ich frage mich wann das jemals sein soll? Bei einer Erkrankung die einen sekündlich daran erinnert, dass sie nun für immer da ist. Etwas das an mir klebt oder hängt, verstärkt das extrem. 

Mein kleines Stück Unabhängigkeit ist die Freiheit, nichts am Körper zu haben. DAS hilft mir bei meiner Krankheitsbewältigung!

Angst vor Operationen?

Ich bin ein riesengroßer "Hasenfuß"! Ich hatte schon immer Angst vor Ärzten und alleine der bloße Geruch einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses lassen mich fast ohnmächtig werden. Ich wäre wirklich mehr als froh, wenn ich damit überhaupt nichts zu tun haben müsste. 
Mich freiwillig operieren zu lassen käme mir nicht in den Sinn. Meine Not-OP konnte ich mir nicht aussuchen. Die OP zur Gebärmutter-Entfernung war geplant und das war fast noch schlimmer. 
Es stand ja nicht nur die Tatsache der Operation für sich ins Haus, sondern auch die Entscheidung Gebärmutter raus oder nicht. Wie ich es geschafft habe, mich gut vorbereitet darauf einzulassen seht ihr hier. 

http://innermotion.de/video-zum-thema-angst-vor-operationen/