#68 Negative Gedanken

Oder: das bringt doch alles nichts, wozu überhaupt noch aufstehen morgens? 

Heute ist mir mal danach ein etwas unschönes Thema anzusprechen.

Kennst du es auch? Du hast keine Lust dich mit deiner Krankheit, deinem Alltag UND der Krankheit, einfach mit allem was das betrifft auseinander zusetzen? Viel mehr noch, du willst gar nicht aufstehen, weil es dir einfach alles zu viel ist? Bei mir sind es diese oder ähnliche Gedanken. Vielleicht bei dir auch? 

Eine Zeit lang dachte ich: jetzt werd ich auch noch depressiv? Ohje, das darf ich nicht zulassen! Nicht das auch noch! Viele Jahre hat mich das belastet, weil ich nicht wusste wie ich damit umgehen sollte. Von ärztlicher Seite kamen wenig brauchbare Infos. Alternativ Therapeuten sahen sich veranlasst ihr gesamtes schräg esoterisches Wissen auszupacken, das mir genauso wenig weitergeholfen hat. Die Fachleute im Bereich Psychologie oder ähnlich, sehen einen in diesem Punkt ja sowieso als belastet an. Denn ihrer Ansicht nach steckt hinter jeder körperlichen Beschwerde eine psychische Ursache und mir wurde der Rat gegeben dringend was tun, sonst würde es nur noch viel schlimmer

Der einzige der immer an mich glaubt, ist mein Diabetologe: der meinte, ich sei auch nicht ”verrückter” als andere Menschen 👍  das tut immer gut zu hören.

Es war nicht einfach MEINEN Weg zu finden, aber ich wusste die ganze Zeit. All das passt einfach nicht zu mir, das bin ich nicht! Ich fühlte mich missverstanden. Aber wie komme ich weiter?

Tadaaaa! Wahrscheinlich fragst auch du dich, was Ernährung und Marketing miteinander zu tun haben? Stimmt erstmal nix ausser, dass es einfach meine beiden Lieblingsbereiche des Lebens sind. Im Bereich Medizin, Psychologie und Ernährung bin ich einfach auf keine Antwort auf meine Fragen gestoßen, ABER im Marketing! Wer hätte das gedacht? Um den Bogen wieder zu bekommen...und dich nicht mit total begeistertem Marketing Geschwafel zu langweilen... die Neurowissenschaftliche Forschung beschäftigt sich intensiv mit dem Gehirn des Menschen und desse Einflussfaktoren für gute und schlechte Gefühle. Was beeinflusst deine Leistungsfähigkeit? Was begeistert dich? Und was für biochemische Abläufe stecken hinter Was ist normal und was ist krank? Wie sind die Reaktionen des Gehirns auf körperliche Beschwerden? Wie kann man Einfluss nehmen?

FAZIT: Aufgrund dieser biologischen und biochemischen Abläufe im Gehirn & Körper, ist es ganz NORMAL, dass Krankheiten schlechte Gefühle auslösen. Genauso wie Wohlbefinden gute Gefühle auslöst 🤩 Das ist weder unnormal, komisch, krank oder sonst was. Deshalb muss sich keiner schämen, komisch vorkommen oder sich schlecht fühlen dadurch 🌸 jeder der einem etwas anderes weis machen möchte, hat die neuesten Erkenntnisse der Forschung noch nicht wahrgenommen. 

Ich finde das sehr erleichternd. Ich komme dank dieses Wissens viel besser zurecht. Ich wünschte nur  diese Information früher gehabt zu haben, denn dann hätte ich mir so manch schweren Gedanken und grübelnde Nacht weniger antun müssen. Ich bin im Nachhinein immer noch fast sauer auf die Personen die mir (obwohl ich Hilfe gesucht habe) unbedacht ihre “Erklärungen und Hilfen” an den Kopf geschmettert haben ohne zu überdenken, was die Folgen ihrer Aussagen sein könnten. Nämlich dass ich mich noch schlechter gefühlt habe und mir selbst ein schlechtes Gewissen gemacht habe. Zusätzlich zu dem von Außen gemachten.

Dabei wäre es so einfach mit ein bisschen Liebe, Mitgefühl, Anteilnahme und Verständnis die schlechten Gefühle in gute umzuwandeln 😍 . 

Also bitte nicht verzweifeln! Jeder und Jede gibt ihr Allerbestes um mit der Krankheit & dem Leben zurecht zukommen. Man darf sich damit auch schlecht fühlen, genauso wie man sich gut fühlen darf. 

Sich Hilfe, Unterstützung und ein offenes Ohr zu suchen, kann wenn gewünscht ein Weg sein, damit umzugehen. Aber auch das ist nicht jedermanns Sache und deshalb: finde deinen eigenen Weg! Denn nur der ist für dich der Richtige! 💜🔮  Egal ob alleine oder mit Unterstützung! 

#66 Wie wurde ich heilpraktisch behandelt?

Der Vollständigkeit halber nun auch noch die versprochene Info, über meine heilpraktische Behandlung. Eigentlich mit dem Ziel, die Zyste verschwinden zu lassen, nun haben wir es umgeändert in eine "Zysten-Verhinderungs-Präventiv" Behandlung. 

Nach einem erneut ausführlichen Gespräch, darüber was sich seit dem Telefon-Termin (siehe Beitrag #61, 62) getan hat, ging die Behandlung los. Meine Heilpraktikerin arbeitet so: 

(1. nicht immer: Irisdiagnose) 2. Bestimmung der geeigneten homöopathischen-, phytotherapeutischen- und Mikronährstoff-Mittel 3. Auswahl (anhand Palpation) der passenden Akupunktur-Punkte 4. Injektion der ausgewählten Mittel in die ausgewählten Akupunktur-Punkte; 
Weil dies für mich sehr anstrengend ist, bekomme ich nach den Injektionen immer noch eine kleine Aromatherapie und Beruhigungsmassage; 

Bei normaler Akupunktur bin ich immer sehr Unterzucker gefährdet, Nein! ich habe immer einen starken Unterzucker, deshalb wendet sie die reine Akupunktur bei mir nicht an. 

Ziel dieser Behandlung war nun wieder: die Durchblutung bei meinen Schwachstellen zu verbessern, meine hormonelle Achse zu beeinflussen und präventiv zu arbeiten. 

Mehr als 2 oder 3 mal im Jahr bin ich nicht in Behandlung. Da die Wirkung so intensiv und nachhaltig ist. Diesmal kommt ausnahmsweise ein Termin in 3 Monaten dazwischen. 

Ich möchte noch ausdrücklich dazu sagen: meine Heilpraktikerin übt ihren Beruf schon seit mehr als 30 Jahren aus. Sie ist sowohl schulmedizinisch, pharmazeutisch und chinesisch ausgebildet. Insgesamt sehr bodenständig und kein bisschen esoterisch. Das in Kombination ist mir sehr wichtig. Denn auch hier ist mir Behandlungsqualität extrem wichtig. Über Geld spricht man ja weniger: aber auch hier ist mir eine ordentliche Rechnung mit fairem Preis sehr wichtig. 

 

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#62 Homöopathie bei Endometriose-Zyste

Meine Heilpraktikerin ist sowohl schulmedizinisch ausgebildet, als auch pharmazeutisch. Nur so kann man, meines Erachtens, wirklich ganzheitlich therapieren. Gestern haben wir den neuen Fahrplan für die "Zystenzeit" festgelegt. Da sie mich kennt, und erst in 1 Woche einen Termin frei hat, haben wir das vorab telefonisch gemacht.

Ich schildere dir einfach mal wie MEIN alternativer Therapieversuch aussieht. Und noch ein Hinweis: für mich ist weder die Einnahme der Globuli (viel Zucker! - da meine Mengen über einzelne Stück hinaus gehen), noch die Einnahme von Tabletten (MilchZUCKER!) noch die Einnahme mit Alkohol geeignet. Am liebsten nehme ich die Ampullen, die ich auch ins Wasserglas geben kann oder mir selbst spritze (als Diabetikerin bin ich das gewöhnt). Ampullen sind leider viel teurer und deshalb mische ich, kleine Mengen Globuli und Ampullen. 

Schritt 1: Durchblutung verbessern mit Cerebrum
Als Diabetikerin habe ich eine schlechtere Durchblutung. Und meine Schwachstelle ist mein Kopf und das linke Auge. Auf dem ich ja auch schon eine diabetische Retinopathie habe. Vormittags ist meine schlechte Zeit. 
Zum Frühstück 10 Globuli Cerebrum  

Schritt 2: Endometrium gegen die Endometriose und Zyste. 
Circa 25 Globuli oder eine Ampulle in ein 1 Liter Wasser und über den Tag verteilt trinken. 

Schritt 3: Lachesis (mein Konstitutionsmittel und wirksam gegen Endometriose und Zysten) 
Circa 20 Globuli oder eine Ampulle in 1 Liter Wasser und über den Tag verteilt trinken. 

Zusätzlich ein MEIN Heilkräutertee, aus: Frauenmantel, Schafgarbe, Löwenzahn, Brennnessel und Schachtelhalm;  Die Kombination aus Bitterstoffen, entzündungshemmenden und strukturgebenden Pflanzenwirkstoffen beeinflusst, Leber/Galle, Diabetes, Zyste und ist blutreinigend bzw. harntreibend um die Schmerzmittel besser ausscheiden zu können. 

Wie ich nächste Woche behandelt werde, folgt...

Bitte beachte: Ich schildere MEINE Therapie und MEINE Symptome. Sowohl schulmedizinisch als auch alternativmedizinisch bin ich ständig in Betreuung. Ich wende die alternativmedizinischen Therapien in Kombination zur schulmedizinischen an. Bitte nicht auf eigene Faust, ohne Rücksprache mit deinem ArztIn oder TherapeutIn, nachmachen! :-)

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#60 Phytotherapie - meine grüne Medizin

Um meinen Körper in dieser besonders anstrengenden "Zystenzeit" bestmöglich zu unterstützen, möchte ich euch meine grünen Helferlein vorstellen. Mir bedeuten sie unendlich viel, wahre Schätze! 

Ich versuche die gesundheitsfördernden Wirkungen unserer heimischen Kräuter und Pflanzen für mich zu nutzen, um meine Durchblutung zu verbessern, die Entzündungsreaktion in Schach zu halten, eventuell weniger Schmerzmittel nehmen zu müssen und einfach soviel Hilfe in meinen Körper zu bekommen wie möglich. 

Meine Kräuterküche findest du in meinen Rezepten und vielleicht hast du ja auch Lust mal das ein oder andere Essen zu "vergrünen"?

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#61 "Schwierig"

Ja, aber echt! 

Die Oberärztin steht vor mir, versucht ein optimistisches Gesicht aufzusetzen (was ihr nur für wenige Sekunden gelingt) und sagt zu mir: "es ist wirklich schwierig". Kurzum es gibt keine heilsame Therapie für mich. Abwarten, Hormontherapie oder Operation. Aber das ist alles nur "Symptom-Kosmetik". Es dreht sich alles im Kreis und alles hat enorme Auswirkungen auf mich. Mittlerweile reden wir nicht mehr von "nur" erhöhten Blutzuckerwerten oder "Schmerzen" sondern von weitaus mehr. Diabetes Typ 1 alleine ist noch zu bewerkstelligen. Endometriose vielleicht auch. Aber beides in Kombination, ist wie Pest und Cholera zusammen. Leider muss ich es so drastisch sagen, denn es ist einfach die Realität. 

Die Zyste macht mich so schwach und bringt einfach alles durcheinander, dass ich (wie bereits vor der Gebärmutter Entfernung und ein Grund dafür) wieder in der gleichen Misere bin. Wenn es meinem Körper zuviel wird, wird mir schwarz vor Augen und schwups ist der Kreislauf im Keller und ich "weg". Deshalb bin ich als Notfall in der Gyn Ambulanz "meiner" Klinik gelandet. Dank Infusionen ging es mir wieder besser. 

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#59 Zufrieden mit Hysterektomie?

mich hat die Frage erreicht: ob ich zufrieden bin mit der Gebärmutter Entfernung?

Ja, eindeutig!  

Die Gebärmutter samt Eileiter wurden laparoskopisch entfernt. Die Eierstöcke sind noch da.  

Bin ich deshalb in den verfrühten Wechseljahren?  ich finde nicht. Meine Eierstöcke produzieren noch Hormone und ich habe jeden Monat Zyklus Beschwerden mit Pochen, Ziehen, Schmerzen, Stimmungsschwankungen, genervt sein. Mal mehr mal weniger. Kopf-, Rücken-, Nacken-, Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen habe ich schon seit Jahrzehnten. Schwindel und Durchblutungsstörungen, weiters Angst und Panik, hatte ich extrem unter Visanne. Leichter Bluthochdruck und Nierenbeschwerden ebenso, wurden unter Visanne noch schlechter.  

Seit der "Total OP" sind die extremen Schmerzen und Krämpfe weg. Meine "Tage" vermisse ich keine Sekunde. Im Gegenteil, mein Körper hat sich dagegen immer gewährt und ich konnte damit nie was anfangen, bis hin dass ich das Blut gar nicht mehr sehen konnte. 

Siehst du dich international um, so gibt es den Begriff "surgical induced menopause" (so oder ähnlich) der ausdrückt, dass man auch ohne Gebärmutter mit Eierstöcken eine Art verfrühte Wechseljahre hat. meine oben genannten Symptome sind darunter zu finden. Circa 1 bis 2 Jahre nach der Operation würde das einsetzen.

Hat sich mein Körper verändert? Nein und ich fühle keine Leere sondern Erleichterung.  

Mithilfe der EMDR Therapie habe ich mich intensiv auf die OP vorbereitet und bin sehr einverstanden damit.

Einen ausgeprägten Kinderwunsch hatte ich nie, wenn es sich ergeben hätte ok, so eben nicht.  

Ich hätte mir gewünscht mehr Unterstützung seitens der Ärzte zu haben. Sie haben mir die Entscheidung absichtlich schwer gemacht. Das finde ich unfair! Es kostete mich neben meiner täglichen Ohnmacht wegen der zu starken Schmerzen noch mehr Kraft. Ich hatte das Gefühl sie halten mich davon ab gesund zu werden. 

Liebste Silvia, danke für das wundervolle Bild 🌸

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#58 Zysten - Wundermittel?

Klar, bin ich immer wieder neu in Aufruhr, wenn ich wieder mehr Beschwerden habe. Dann recherchiere ich noch mehr als sonst und überlege mir, was für mich die Lösung sein könnte. Diesmal muss ich aber sagen, soviel Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es ist so schade, dass im Bereich der alternativen Heilmethoden (Homöopathie, TCM, etc...) aber vor allem der Ernährung, so konfuse, wild durcheinander gewürfelte "Weisheiten" gibt. 

Ist doch klar, wenn man eine schlechte Diagnose erhält, dass man sich Sorgen macht und alles tun möchte damit sich die Situation verbessert. Auch ich habe mich heute dabei ertappt, dass ich mich gefragt, habe: "sollte ich dies oder jenes noch ausprobieren". Bei genauerem Hinschauen, habe ich mich nur genauso verwirren lassen. Unwissenschaftliche, unseriöse Informationen sind selbst für Fachleute manchmal schwer zu enttarnen. 

Mein Wunsch ist, dass die Zyste von selbst verschwindet. Dass dabei Frischkäse helfen soll oder eine Frucht (deren Namen ich nicht mal mehr erinnere) aus exotischen Ländern...? Gleichzeitig aber weder Milchprodukte oder Fruchtzucker gegessen werden soll (so die Empfehlung) ist nicht nur ein Widerspruch in sich selbst, sondern Quatsch. Ein Wundermittel nach dem anderen wird angepriesen, teilweise schwer erhältlich in unseren Breitengraden, verleitet mich wirklich nachzudenken und zu sagen: "da stimmt doch was nicht!". 

Mein Fazit:
1. so schlecht, wie diese Information mir weis machen möchten, ist mein bisheriges Verhalten nicht. 
2. ich lasse mir keine Glaubenssätze, die mir die Schuld an meiner Erkrankung geben, einreden. 
3. denn: mehr als ich für meine Gesundheit tue, geht nicht mehr. 
4. ich will mein Leben genießen! Dazu gehört für mich neben vielen anderen Dingen, eine wunderbar köstliche, genussreiche, abwechslungsreiche Ernährung. 
5. Verbote oder Extreme kommen mir nicht auf den Teller!

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#54 Blutzucker messen ohne Stechen - die Apple Watch?

Ja, ich gebe es zu, ich bin Apple Fan geworden. Ich trage zwar keine Armbanduhr, aber dafür würde ich eine Ausnahme machen. Für alle die genauso neugierig sind wie ich:
Gestern habe ich eine englische TV Werbung der Apple Watch gesehen. Darin wird das "nicht investive" Glukose Monitoring per Hautsensor und seine Vorteile - das Plus an Sicherheit für Typ 1 Diabetiker - beworben. Schau hier
Ich habe allerdings noch keine Information gefunden, dass dieses Feature bereits erhältlich ist. Click hier, das sagt Apple dazu. Weißt du mehr?

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#53 Body Devices

Je technisierter die Diabetestherapie wird, desto mehr “Body Devices” so nenne ich sie mal, werden auf den Markt gebracht. Eigentlich eine super Sache oder? 
Der einzig große Nachteil, in meinen Augen, sie sind alle noch "invasiv". Ohne die Hautbarriere zu durchbrechen, kommt kein mir bekanntes aus. Und das verträgt nun mal nicht jeder. 

Ich hatte auch lange eine Insulinpume. Erst versprach sie die große Freiheit, ich war von der Technik begeistert. Dann begann sie mich mehr und mehr zu nerven. Die Freiheit schwand und ich fühlte mich nur noch angekettet.  

Seitdem möchte nichts mehr an meinem Körper haben. Aufgrund dessen wurde mir folgendes gesagt: In der Facharzt-Sprache gibt es die Bezeichnung “meine Krankheitsverarbeitung sei noch nicht abgeschlossen”. Ich frage mich wann das jemals sein soll? Bei einer Erkrankung die einen sekündlich daran erinnert, dass sie nun für immer da ist. Etwas das an mir klebt oder hängt, verstärkt das extrem. 

Mein kleines Stück Unabhängigkeit ist die Freiheit, nichts am Körper zu haben. DAS hilft mir bei meiner Krankheitsbewältigung!

#49 Sport und Ernährung - wichtig bei Diabetes

Nach meinem Abitur wollte ich liebend gerne Sportwissenschaften studieren. Fast hätte es geklappt, wenn ich nicht genau in dem Vorbereitungsjahr für die Sport-Eignungsprüfung Diabetes Typ 1 bekommen hätte. Der Sport-Test lief gut, jedoch habe ich einen Rückzieher gemacht, da ich es mir einfach nicht zugetraut habe "auf den Punkt fit zu sein" in all den Prüfungssituationen die während des Studiums auf mich zugekommen wären. Das ist ja ohne Diabetes schon eine Herausforderung. Ziel wäre es gewesen mich mit der Sport-Ernährung zu befassen. Und wie es im Leben so läuft...es hat geklappt, das mit der Sport-Ernährung. In einem speziellen Lehrgang der TU München konnte ich alles darüber lernen. Wer sich auch dafür interessiert? 

Schaut einfach mal auf meine aktuellen diätschmankerl Blog-Einträge und verfolgt meine Miniserie "Sport und Ernährung" anlässlich der olympischen Winterspiele ⛷

 

#46 (Fein-) Gefühl statt Psycho...

Auf der Suche nach professioneller Unterstützung im Umgang mit Diabetes und Endometriose, stelle ich enttäuscht fest: es gibt sie nicht! 

Ich will meiner psychologischen TherapeutIn (egal welcher Sparte) nicht erst x-mal erklären müssen wie mein Alltag und die damit verbundenen Herausforderungen sind, nur um dann von besagter Person zu hören, „wenn ich das gewusst hätte, dabei kann ich sie nicht unterstützen, das ist ja so komplex!“ Fazit: Vertane Zeit und Energie! 

Das Einzige was mir als Operationsvorbereitung und Nachbereitung sehr gut getan hat, war die EMDR Therapie. Davon kann ich nur Gutes berichten und ich war mit der Fachperson sehr zufrieden. 

Dass der „Psycho-Ansatz“ der klassischen Psychologie oder Psychotherapie, grundsätzlich nicht zu mir passt, weiß ich nun endgültig, da ich mehrmals wöchentlich im anderen Kontext mit einer PsychologIN zu tun habe und wir in keiner Handlungs-oder Denkweise zusammen passen. Ich empfinde diesen Menschen als „kalt“, „stumpf“, „gefühllos“, „verkopft“, „verkrampft“, „humorlos“, „steif“ und eigentlich noch viel mehr... natürlich ist es immer eine Frage der Wellenlänge, aber so ging’s mir bisher mit allen Fachpersonen aus diesem Bereich und den komischen Ratschlägen dir mir erteilt wurden.   

Da gerade die psychische Seite von vielen als „Tabu-Thema“ gesehen wird, ist mein ganz großes Plädoyer für mehr Gefühl und weniger Psycho...! Denn ich finde es dreht sich doch alles um das Gefühl im Umgang miteinander, das Gefühl das man eventuell vermisst, weil man sein Leben nicht so leben kann wie Gesunde oder auch das Gefühl als Mensch angenommen zu werden mit all den „Zipperlein“ die man hat u.s.w.; Ich bin ausserdem für lebenspraktische Hilfe und einen gesunden Menschenverstand!  

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#45 Warum wird existierendes Wissen nicht angewendet?

Solange alles gut läuft gibt es keine Probleme. Man geht zum Arzt bekommt mehr oder weniger was man will und geht wieder. 

Wenn es nicht läuft fangen die Probleme an. Dann muss man nicht nur damit fertig werden, dass man sich elend fühlt, sondern auch damit wie gut oder schlecht man behandelt wird. Mich macht das fertig und ich fühle mich dadurch doppelt so schlecht. Noch mehr, je länger der Spießrutenlauf dauert, desto kränker werde ich. 

Die wenigen Minuten die ich Zeit habe den Therapeuten zu erklären wie es mir geht, reichen nicht aus und schwups, schon stecke ich in einer Schublade. Meistens zucken die Therapeuten mit den Schultern und können mir kaum helfen. Selten stimmen Einschätzung der Ärzte und die vorgeschlagene Behandlung hilfreich für mich überein.

Beispiel:seit einigen Jahren erlebe ich keinen Muskelkater mehr, sondern starke Schmerzen nach dem  "Sport" . Zunehmend schlimmer und ohne Schmerzmittel geht oft gar nix mehr.

Keiner der Sportärzte oder Diabetologen oder Orthopäden oder alternativ Therapeuten,  kann mir erklären warum das so ist oder was ich zur Verbesserung machen kann.  Ahnungslosigkeit weit und breit.

Zufällig schaue ich eine Wissenschafts-TV Sendung und finde Antworten auf genau diese Frage. Englische Forscher und Sportmediziner erklären genau was im Muskel Stoffwechsel eines Gesunden passiert. Das diese Prozesse bei mir als Typ 1 Diabetikerin teilweise ins Negative wenden ist selbsterklärend. 

Warum kann mir in einer Universitätsstadt wie München das keiner erklären? Warum wird existierendes Wissen nicht angewendet?

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#43 Keine Shopping Queen

Wie hat denn euer Jahr 2018 begonnen? Für mich steht fest, mein Jahresbedarf an Katastrophen für 2018, ist bereits nach 17 Tagen abgedeckt 🙉 Nicht nur, dass das Wetter sich in der Jahreszeit irrt (wenn man die Frühlingshaften letzten Tage betrachtet) sondern auch ich bin heute völlig fehl am Platz gewesen. Winterlich eingepackt um den Schneestürmen draußen zu trotzen, marschiere ich zielstrebig, durch ein bekanntes Möbelkaufhaus. Nein! Just for Fun, würde mir das sicherlich nicht einfallen, da ich sehr ungern Einkaufen gehe. Blutzuckerwert beim Start 180 mg/dl ohne Extras. Mein Frühstücks-Porridge sollte ausreichend vorhalten. Falsch gedacht! Wenn ihr also das nächste mal beim Einkaufen, jemandem an einem ungewöhnlichen Fleck sitzen seht, der Traubenzucker oder Saft in sich reinstopft, dann könnte ich das sein. Denn bereits nach wenigen Minuten ging es mit einem Hitzeanfall los, dazu kamen wackelige Knie, Schwitzen, Unsicherheit, Panik und ich wollte nur noch eins: schnell raus da! 

Das schaffte ich aber nicht, denn vor mir blockierte ein Trödler nach dem anderen, den Weg. Ok, dann eben Notfall Location. In eine stille Ecke setzten und Not-BE essen und zwar schnell. Dumm nur, wenn ein Schlaumeier nach dem anderen, meint genau da hinzuwollen wo ich gerade saß um meinen blitzartig aufgetreten Unterzucker in den Griff zu bekommen. Natürlich hatte keiner soviel Aufmerksamkeit besessen, mich entweder in Ruhe zu lassen oder besser noch Hilfe anzubieten 🤔

Was war das Problem? Scheinbar reagiert mein Körper auf plötzlich auftretende Hitze mittlerweile so stark, dass innerhalb von Minuten die Durchblutung so angekurbelt wird, dass ich einen starken Unterzucker bekomme. Das ist für mich in dieser Schnelligkeit und Heftigkeit neu und erfordert neue Notfall Strategien!

#41 Eisenmangel und Endometriose

Bitte, bitte nicht unterschätzen und unbedingt die Blutwerte im Blick haben!

Oft sind die behandelnden ÄrztInnen so sehr auf die Endometriose fokussiert, dass etwas so vermeintlich banales wie ein Eisenmangel, total "hinten runter fällt". Das ist nicht gut, denn gerade wir Endometriose Betroffene, leiden durch den starken monatlichen Blutverlust noch schneller unter einem Eisenmangel. Das fatale daran ist, dass ein sich anschleichender Eisenmangel, nicht weh tut oder erstmal kaum spürbar ist. Denn der Körper mobilisiert das Eisen solange aus allen Speichern (Leber, Blut, etc...) bis alle Speicher leer sind. Erst dann beginnen die Blutwerte abzusinken. So hätte "Frau" eigentlich schon lange einen Eisenmangel, aber keiner bemerkt ihn. Kommt dazu noch eine überwiegend vegetarische oder vegane (o.a.) Kostform, rutscht der Eisenspeicher schneller in den Keller. 

Gerade wenn es um eine eisenoptimierte Ernährung geht, ist individuelle Beratung wichtig!

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#33 Vor 1 Jahr undenkbar

Genau 1 Jahr ist es her, dass ich an diesem schönen Ort war. Damals kam ich um mich zu erholen und über meine Entscheidung: "lasse ich mir die Gebärmutter rausnehmen - ja oder nein?" nachzudenken. Jedoch kam ich aus meinem Bett samt Wärmflasche und Schmerzmittel nicht raus. Erholung Fehlanzeige! Entscheidung getroffen. Ja! mit ungewissem Ausgang. 

Dieses Jahr konnte ich die Zeit genießen und mich tatsächlich erholen. Mit Wärmflasche nur zum Bettwärmen und ohne Schmerzmittel. 

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#32 Was mich echt nervt!

Was soll ich noch alles aus der eigenen Tasche bezahlen? Ich habe Endometriose und keine Lifestyle Krankheit, bei der es irgendwie lustig ist, alle Nase lang zur Ultraschall Kontroll Untersuchung zu rennen. Nicht nur, dass ich mich auf diesem Stuhl einfach nur noch schrecklich fühle. Nein! Ich bange bei jeder Untersuchung, ob eine weitere Zyste, Verwachsung oder sonst was festgestellt wird, weshalb ich eine erneute OP benötigen würde. 

Und genau diese Ultraschalluntersuchung, soll ich selbst bezahlen, wenn ich sie öfter als einmal jährlich benötige? 😳 Ich platze vor Wut! Pro Untersuchung circa 30 Euro. 

Das ist ja genauso, als müsste ich die unliebsame quartalsweise Blutuntersuchung beim Diabetologen, zur Bestimmung des Langzeit-Blutzuckers (HbA1C) selbst bezahlen.  

Und was mich noch mehr aufregt, dass keiner der Endometriose Gesellschaften diesen Punkt aktiv aufgreift, um etwas dagegen zu unternehmen. Ne, Leute, da fühle ich mich kein bisschen unterstützt! 

 

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#25 International - Endometriose & Typ 1 Diabetes

Es lohnt sich doch immer wieder über den Tellerrand hinaus zu blicken! 

Im englisch sprachigen Raum gibt es nicht nur viele interessante Studien, sondern auch einige Frauen die genau vor den gleichen Herausforderungen stehen wie ich. Wie bringe ich Diabetes & Endometriose unter einen Hut? Vor allem soll es ein Hut sein der mir passt und mich nicht erdrückt :-) 

#24 Selbst-Geißelung - nicht mein Fall!

Vielleicht täuscht mich der Eindruck?

Wenn ich selbst, auf der Suche nach Informationen über Endometriose bin, lese ich oft folgendes (sinngemäß):

"ich habe mich falsch verhalten, deshalb habe ich wieder mehr Endometriose Beschwerden"

"ich habe gesündigt und zu Abwechslung mal wieder etwas anderes gegessen als ich sollte"

"ich weiß, warum ich Endometriose habe, ich habe die falsche innere Einstellung"

Mädels! Ernsthaft? 

Ich glaube keinem Geschlecht, liegt es so sehr wie uns Frauen, sich selbst die Schuld an allem zu geben und sich selbst zu zerfleischen! Deshalb lassen wir uns auch unverträgliche Therapien aufzwängen und nehmen es hin uns schlecht zu fühlen. Ja, wir haben uns ja lange genug daran gewöhnt. Irgendwann rennen wir dann zum Arzt (der viel zu wenig Zeit für uns hat und wir mit der Behandlung mäßig zufrieden sind) dann weiter zum Heilpraktiker, der jede Menge unwissenschaftliche Erklärungen für uns parat hat, mit denen wir uns dann super identifizieren können, weil wir ja den Sinn in allem und jeden sehen. Setzen Himmel und Erde in Bewegung um alle anstrengenden Therapien brav auszuführen, ungeachtet der Tatsache ob sie zu jeder einzelnen von uns passt und uns tut. 

Anstatt!

Sich zu entspannen und sich das Leben leichter zu machen. Durch all die Dinge, die uns wirklich gut tun. Ehrlich mit sich selbst zu sein und auch zu sagen, das ist nichts für mich.

Und - das Leben zu genießen!