#52 Zerbrechlich wie eine Glaskugel

Ihr werdet sicher auch bemerkt haben, dass ich mal etwas positiver schreibe und manchmal etwas betrübter. Woran liegt das?

Ich bin mit und ohne Krankheiten unterschiedlich gut gelaunt. Obwohl ich immer versuche eine positive Grundstimmung zu halten sind betrübte Zwischentöne unvermeidbar. An ganz schlechten Tagen habe ich sogar eine echte Schreibblockade. Mir ist wichtig das nicht hinten runter fallen zu lassen. Denn ich selbst kann mit Blogs nicht viel anfangen, wenn immer nur dargestellt wird "wie toll" alles ist. Da fühle ich mich überhaupt nicht abgeholt. Für die schlechten Tage, ist es auch wichtig zu wissen wie du damit umgehen kannst. Jeder ist anders und vielleicht kannst du dir bei mir was abgucken? 

Die Momente in denen es mir rundherum super gut geht sind selten. Ich manage meinen Alltag, meine Krankheiten, meine Wünsche, Hoffnungen und Ziele. Ich finde das anstrengend und habe manchmal Mühe, nicht wie eine filigrane Glaskugel zu zerbrechen. Einzelne Kratzer kann ich ganz gut wegstecken. Risse oder Sprünge sind schon schwerer zu verkraften. Manchmal reicht ein schiefer Blick, ein Missverständnis, eine Verhaltensweise und "pling" schon ist die Glaskugel zerbrochen. Besonders in Momenten, in denen es mir gesundheitlich nicht gut geht. Im Alltag habe ich eine ziemlich gute Strategie entwickelt wie andere Menschen das nicht so schnell sehen können, um mich zu schützen und nicht als "empfindlich", "kompliziert" oder "irgendwie komisch" abgestempelt zu werden. In manchen Situationen passt es einfach nicht so gut, das nach Außen zu tragen. Für kurze Momente super, langfristig keine gute Idee. Um dich zu motivieren dich nicht zu verstecken und zu dir selbst zu stehen,  schreibe ich darüber und meinen Blog macht es authentischer. 

 

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