#21 Warum mein eigener Blog?

Ganz einfach! Auf meiner Suche nach Informationen über beide Krankheiten - Diabetes & Endometriose - haben mir weder die Selbsthilfe Verbände noch ärztliche Fachgesellschaften noch manche Ärzte, ahnungsvoll weiterhelfen können. Selbst Beweihräucherung von Verbänden, die sich in ihrem Radius bewegen, aber nicht über den Tellerrand hinaus blicken und - für meinen Geschmack - zu kompliziert und gedämpft auftreten ("Hauptsache man verdirbt es sich nicht mit dem oder jenen") helfen mir auch nicht. 

UND - Selbsthilfegruppen vor Ort - sind für mich einfach nicht erreichbar wenn es mir schlecht geht. Die Treffen sind viel zu selten. Telefonische Hilfe okay, das funktioniert, aber auch nur auf die allgemeinen Fragen bezogen. Spezielle Themen überfordern. 

Ping Pong zwischen den Welten...

Immer wieder das gleiche... die Gynäkologen sind sich überhaupt nicht bewusst, dass das eine Auswirkungen auf das andere hat und kennen sich nur in ihrem Fachgebiet aus. Lediglich der Schwangerschaftsdiabetes ist ihnen ein Begriff. Da dieser vorübergehend ist, kein Anlass sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. Sie Verordnen voller Vergnügen die "Pille" und sind ratlos, wenn das nicht klappt. 

Die Diabetologen behaupten beispielsweise, dass die "Pille" sich nicht auf den Blutzucker auswirkt. Oder sagen zu mir, dann muss ich halt mehr spritzen an paar Tagen im Monat wenn der Zyklus sich in meine Blutzucker Einstellung einmischt. Und denken damit ist das Thema ausreichend behandelt.

Beides falsch! 

Es hilft mir und viele anderen Betroffen Frauen nicht, wenn nach wie vor die Gleichgültigkeit vorherrscht und die hormonellen Zusammenhänge (ob mit oder ohne Endometriose) ignoriert werden.  

Die Forschung ist gefragt! 

Auch das habe ich getan. Aber auch in einem großen deutschen Diabetesforschungsinstitut kennt man nur Ahnungslosigkeit.

Wo bleibt der medizinische Forschergeist? Die Neugier? Das Interesse an neuen Zusammenhängen? Der Mut Dinge offen anzugehen?