#18 Insulinpumpe?

Ehrlich gesagt, hätte ich es mir vor einigen Jahre auch nicht vorstellen können mal ohne Insulinpumpe durch's Leben zu gehen. Ich war damals unendlich froh, die Genehmigung für eine Insulinpumpe erhalten zu haben. Es war ein tolles Gefühl und hat mich sehr lange motiviert. Irgendwie war es auch prima, so banal es klingt: "jetzt endlich zu den Insulinpumpenträgern" zu gehören. Subjektiv war es eine neue Freiheit. Ich hatte auch meine Wunschfarbe (*weiß*) und war restlos glücklich, denn auch der Blutzucker verbesserte sich schlagartig. Ich habe akribisch Blutzuckertagebuch geführt und mich intensiv meiner neuen Aufgabe der Insulinpumpe gewidmet (Wer mich kennt, der weiß, dass ich da sehr genau und konsequent sein kann). Es gab zwar Kleinigkeiten die mich auch damals schon gestört haben, aber die habe ich mit einem Augenzwinkern in Kauf genommen. Sport in jeglicher Form, war mein Element und ich war froh, nun endlich keinem Basal Insulin mehr "voraus oder hinterher" essen zu müssen. Geradezu ideal :-) Als dann noch die wasserdichte Insulinpumpe auf den Markt kam, war ich überwältigt, denn - für mich als leidenschaftliche Windsurferin - einfach toll! Obwohl ich sie sehr selten unter dem Neopren Anzug mitgenommen habe (aus Vorsicht nichts an der Insulinpume kaputt zu machen).Nach vielen Jahren, kam dann die Zeit, da hatte ich von meinem Diabetes "die Nase voll" und wollte weder was davon sehen, noch hören. Das Blutzucker Meßgerät & Insulinpen kann ich weglegen, die Insulinpumpe nicht. Die Insulinpumpe ist ständig präsent und ich fühlte mich angekettet. Immer dieses "Gewurschtel" mit der Kleidung, beim Schlafen und überhaupt. Vernünftig wie ich bin, war das natürlich kein Grund der zählte und so behielt ich die Insulinpumpe noch einige Jahre. Erst als ich immer mehr Unterleibsschmerzen (jetzt weiß ich auch woher) bekam und immer empfindlicher im Bereich des Bauches/Beckens wurde, desto unangenehmer wurde mir der Katheter und die Insulinpumpe. Ich versuchte eine Insulinpumpen - Pause für kurze Zeit. Und diese "kurze Zeit" hält nun schon Jahre. Aktuell kann ich mir - einfach durch die Beschwerden der Endometriose - keine Rückkehr zu Insulimpumpen-Therapie vorstellen. Ich möchte nichts im Bereich des Bauches an mir kleben / hängen haben. Zusätzlich bin ich seit der Endometriose und den vielen sehr hohen Blutzuckerwerten ganz froh, mir nicht auch noch Gedanken machen zu müssen, ob die Blutzuckerwerte nun so hoch sind, weil vielleicht der Katheter verstopft ist oder der Schlauch oder einfach irgendwas im Insulinpumpen-System nicht stimmt. Das muss man da ja auch beachten.