#17 Outdoor Tag mit Überlebenstraining - Endometriose

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Ein wirklich dunkler Tag ... der so schön begonnen hatte

mit einem Waldspaziergang samt aller Vierbeiner. Ich war circa 1 Stunde unterwegs und fühlte mich gut. In Sachen Blutzucker habe ich eine neue Sport-Variante getestet und war frohen Mutes, dass sich diese bewähren könnte. Hatte sie auch. Ein Erfolgserlebnis! 

Zurück an meinem Ausgangspunkt und Auto angekommen ahnte ich nicht wie schnell sich meine gute Laune ändern sollte. Ich bückte mich nach meinem Hund und in dem Moment geschah es ohne zu wissen was vor sich geht. Die Zyste platzte und ich dachte ich muss ab diesem Moment um's Überleben kämpfen ohne zu wissen warum. Ich wusste weder, dass es so etwas gibt, dass es so gefährlich für mich ist und bisher hatte ich noch nie von so einem Ereignis gehört. So sehr ich mich anstrengte die Symptome einzuordnen, keine Chance! 

Eine chaotische Situation. Irgendwie schaffte ich es noch nach Hause und irgendwie dachte ich die ganze Zeit, es würde gleich wieder von selbst verschwinden. Das tat es aber nicht, ganz im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Wieder irgendwie, schaffte ich es noch Ibuprofen und Buscopan zu nehmen. Ein riesen Aufwand, da ich dazu in den ersten Stock musste und überhaupt nicht wusste, wie ich da hoch kommen sollte. Vor lauter Zittern konnte ich kaum mehr das Handy (Smartphone) bedienen. Wieder irgendwie schaffte ich das doch noch. Die lieben Nachbarn kamen angesaust und dank ihnen landete ich abends im Krankenhaus, nur leider im falschen, was nicht unsere Schuld war. Ich dachte mir wird sofort geholfen. Falsch gedacht! Über Nacht wurde ich unbehandelt dort liegen gelassen. Ratlosigkeit & Desinteresse bestimmten das Nicht-Handeln. Morgens erwachten die Ärzte nur langsam und fanden es wichtiger, ihre tägliche Routine abzuarbeiten, als sich irgendwie meiner anzunehmen. Sie zwangen mich sogar noch mein REHA Zimmer umzuziehen. Das erledigte dann die Putzfrau für mich, da ich nicht in der Lage war, dass ich nicht mehr wieder kommen würde um die REHA fortzusetzen, war scheinbar nicht offensichtlich genug. Mir scheint im System einer REHA Klink sind Notfälle nicht vorgesehen und man ist so wenig darauf vorbereitet wie auf eine Mondlandung. Erst am nächsten nachmittag erhielt ich gynäkologische Hilfe. Man verlegte mich aber nicht direkt in ein anderes Krankenhaus, sondern setze mich in ein Taxi und stritt sich noch mit mir, wer nun für die Kosten aufkäme. Die Taxi Fahrerin wollte die Verantwortung für mich nicht übernehmen, weil die den Ernst der Lage erkannte und mich gar nicht zum niedergelassenen Gynäkologen fahren. Erst als die Leute der REHA Klinik auf einmal verschwunden waren und uns stehen ließen, fuhr sie mich aus Mitleid, da sie mich zu einem Arzt bringen wollte. 9 km können eine Weltreise sein. Kaum in der gynäkologischen Arztpraxis angekommen, alarmierte der Arzt den Rettungsdienst und ließ mich auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus bringen (diesmal das richtige). In der Notfall Ambulanz der Gynäkologie angekommen, ging dann alles ganz schnell. Die Ärzte waren in heller Aufregung, denn als Diabetikerin ist so ein Situation nochmal schlimmer, da auch der Diabetes verrückt spielte. Ohne Umschweife wurde ich behandelt und die Not-OP fand gleich noch abends statt.