#15 Mein Millenium - startet mit Diabetes - Diabetes Typ 1 Diagnose

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Vor 17 Jahren. Es ist ein herrlicher Tag auf der griechischen Insel Rhodos. Ich liebe das Meer! Es sind Semesterferien und so kann ich länger bleiben, denn ich habe einen wunderbaren Job. Anderen Wasser-Begeisterten das Windsurfen zu zeigen macht mir riesig Spaß! Ein bisschen, ist der herrliche Tag getrübt, denn irgendwie fühle ich mich nach einer "Grippe" Alles halb so wild, denke ich mir, bin ja mehr Fisch als Mensch, ständig im windigen Nass. Sicherheitshalber radle ich doch mal zum Arzt. Der findet nichts und ein paar Tage später geht's mir schon besser. Wunderbar! finde ich, denn ich kann es kaum abwarten, mein Leben auf Rhodos bis Ende Oktober zu genießen :-) 

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Wieder zu Hause geht's mit Uni & Studentenjob weiter. Ich fühle mich gut und überglücklich so einen tollen Sommer verbracht zu haben. Eine Arbeitskollegin sagt zu mir, ich sei so dünn geworden, ja klar, kein Wunder bei soviel Sport! Die Zeit vergeht bis zum Jahresende und ich nehme fast 10 kg ab. Es wird mir unheimlich. Ich beginne schlechter zu sehen, habe nachts Krämpfe und merke, komische Dinge passieren in meinem Körper. Der Hausarzt untersucht mich. Ruft mich abends besorgt an. Er sagt meine Blutzuckerwerte sind viel zu hoch. Mir sagt das nichts, aber ich bin froh, dass er eine Erklärung gefunden hat und noch froher, dass er sagt, ich könne was dagegen tun.

Millenium und ich habe eine neue Identität - Diabetikerin. Plötzlich dreht sich alle darum. Weil mir in diesen Tagen immer der Eindruck vermittelt, wird: "damit lässt sich gut leben, andere kommen damit super gut zurecht, früher waren die Menschen damit viel eingeschränkter als heute". Denke ich mir, okay, dann wird's ja auch bei mir klappen.

Wie in eine andere Welt versetzt, verbringe ich eine Woche zur Blutzucker-Einstellung im Krankenhaus. Und ja, das Schlimmste was mir passieren kann, sind Spritzen & Krankenhaus! Alleine der Geruch... ließ mich immer einen sehr großen Bogen darum herum machen. Mich selbst mit Insulin zu spritzen, lerne ich aus einem einzigen Grund. Ich habe es satt von anderen, so ein Ding in den Bauch gerammt zu bekommen! Nämlich, von den gehetzten Schwestern und Pflegern, die nicht mal nachts ein wenig mehr Gefühl an den Tag legen. Zur Diabetes-Schulung, schwebt täglich ein hochdekorierter Professor herein und Reih' um, werden die Blutzuckerwerte konferiert. Es glich einem antreten am Kasernenhof. Aha. Wo bleibt das Mitgefühl? frage ich mich täglich. Ich beginne mich für das Diabetes Thema zu interessieren und lerne in dieser Woche das Wichtigste für mich: Sport ist gut für einen niedrigen Blutzucker. Bestens! Ich habe vor mein Studium zu Sportwissenschaft zu wechseln. 

Wie es zu Hause weitergeht und was ich in den 18 Jahren als Diabetikerin erlebe, berichte ich in meinen weiteren Blog Artikeln.